Der Begriff „stinkreich“ taucht ständig auf – in Gesprächen, in den Medien, in sozialen Netzwerken. Doch was bedeutet er eigentlich konkret? Gibt es eine klare Grenze, ab der jemand wirklich als stinkreich gilt?
Keine offizielle Definition – aber ein klares Gefühl
Zunächst das Wichtigste: „Stinkreich“ ist kein wirtschaftlicher Fachbegriff. Es gibt keine juristische oder finanzwissenschaftliche Definition. Der Ausdruck stammt aus der Umgangssprache und beschreibt ein subjektives Empfinden von extremem Reichtum.
Trotzdem hat sich gesellschaftlich eine erstaunlich klare Vorstellung etabliert.
Die Milliarde als psychologische Schwelle
In der öffentlichen Wahrnehmung beginnt „stinkreich“ meist ab einem Vermögen von etwa einer Milliarde Euro. Das ist kein Zufall:
Ab dieser Größenordnung spricht man von Milliardären
Vermögen in dieser Höhe gelten als praktisch unerschöpflich
Lebensentscheidungen sind kaum noch von finanziellen Zwängen geprägt
Medien, Rankings und Popkultur setzen hier bewusst die Grenze
Kurz gesagt: Die Milliarde ist weniger eine rechnerische als eine psychologische Schwelle.
Eine grobe Einordnung (umgangssprachlich)
Um das Gefühl greifbarer zu machen, hilft eine vereinfachte Skala:
💰 1–10 Millionen Euro → wohlhabend
💰 10–100 Millionen Euro → sehr reich
💰 100–999 Millionen Euro → superreich
💰 ab 1 Milliarde Euro → stinkreich
Natürlich bleibt das subjektiv. Für viele Menschen wirkt schon jemand mit 20 oder 50 Millionen „unvorstellbar reich“. Doch gesellschaftlich und medial wird der Begriff „stinkreich“ fast immer erst bei Milliardenvermögen verwendet.
Fazit
„Stinkreich“ ist kein messbarer Status, sondern ein gesellschaftliches Urteil.
Und dieses Urteil fällt – zumindest im allgemeinen Sprachgebrauch – ab etwa einer Milliarde Euro Vermögen.
Alles darunter mag extrem erfolgreich, beeindruckend oder luxuriös sein.
Aber „stinkreich“? Das ist meist eine andere Liga.
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