HOHES VENN | EUPEN.
Es gibt Arbeitstage.
Es gibt lange Arbeitstage.
Und dann gibt es Einsätze, die man sein Leben lang nicht vergisst.
Der schwere Waldbrand im Hohen Venn war für mich genau solch ein Einsatz.
Während Feuerwehr und zahlreiche weitere Einsatzkräfte gegen die Flammen kämpften, war auch ich, MARCUS WENZEL, aktiv vor Ort.
Und zwar nicht nur für ein paar Stunden.
Mit einem von mir organisierten Tank-Sattelzug mit rund 25.000 Litern Fassungsvermögen waren wir mit Zwei-Mann-Besatzung im Einsatz.
Über das Wochenende.
Durch die Nacht.
Bis Montagmorgen gegen 10 Uhr.
Nach meiner Erinnerung praktisch ohne Unterbrechung – und auch durch die Nachtzeiten ohne Schlaf.
Am Ende stand eine Zahl, die selbst mich im Rückblick noch beeindruckt:
ÜBER 1 MILLION LITER LÖSCHWASSER. 💧🚛🔥

Diese Wassermenge haben wir mit dem Tank-Sattelzug Fahrt für Fahrt in Richtung des gefährlichen Brandgebietes transportiert.
DEN TANK-SATTELZUG SELBST ORGANISIERT 🚛
Als klar wurde, welche Dimension der Einsatz annahm und wie wichtig die Wasserversorgung werden würde, ging es nicht darum, lange zu diskutieren.
Es musste gehandelt werden.
Ich organisierte den benötigten Tank-Sattelzug.
Rund:
25.000 LITER PRO VOLLER LADUNG.

Mit einer Zwei-Mann-Besatzung hielten wir den Tankzug anschließend über den langen Einsatzzeitraum in Bewegung.
Denn ein Tankzug hilft bei einem solchen Einsatz nur dann, wenn er fährt.
Wasser aufnehmen.
Wasser transportieren.
Wasser abgeben.
Zurückfahren.
Neu befüllen.
Und wieder los.
EINSATZPLANUNG DIREKT AM KOMMANDOSTAND HOHES VENN
Bevor beziehungsweise während diese Transportkette lief, gehörte für mich auch die direkte Abstimmung vor Ort dazu.
Am Kommandostand im Hohen Venn habe ich die Einsatzplanung und den Einsatz unseres Tank-Sattelzuges mit den dort verantwortlichen Einsatzkräften beziehungsweise der Einsatzleitung abgestimmt.
Das war keine normale Tourendisposition.
Hier ging es um einen laufenden Waldbrandeinsatz.
Wo wird Wasser benötigt?
Wie läuft die Versorgung?
Wo erfolgt die Befüllung?
Wie bringen wir mit dem Tankzug möglichst effektiv große Wassermengen in das Einsatzgebiet?
Solche Entscheidungen müssen ineinandergreifen.
Denn bei einem Waldbrand dieser Größenordnung zählt nicht nur die einzelne Fahrt.
Es zählt:
DIE GESAMTE EINSATZLOGISTIK.
Feuerwehr.
Einsatzleitung.
Wasserversorgung.
Fahrzeuge.
Fahrer.
Strecken.
Befüllung.
Entladung.
Alles muss zusammenspielen.
WASSERAUFNAHME AM KABELWERK EUPEN 💧
Ein entscheidender Punkt unserer Transportkette befand sich am Kabelwerk in Eupen.
Dort wurde unser Haupttank nach meiner Erinnerung von den örtlichen Feuerwehrkräften immer wieder mit Wasser befüllt, das aus dem Fluss entnommen wurde.
Und dann begann derselbe Ablauf erneut:
Tank voll.
Rund 25.000 Liter an Bord.
Abfahrt.
RICHTUNG BRANDBEREICH. 🔥
Wasser abgeben.
Zurück nach Eupen.
Neu befüllen.
Wieder los.
Fahrt für Fahrt.
Stunde für Stunde.
Tag und Nacht.
ÜBER 1.000.000 LITER LÖSCHWASSER
Irgendwann werden aus einzelnen Tankfüllungen gewaltige Mengen.
Bei rund 25.000 Litern je voller Ladung sind bereits 40 vollständige Tankfüllungen notwendig, um rechnerisch eine Million Liter zu erreichen.
Unsere Einsatzbilanz lag nach meiner eigenen Aufzeichnung beziehungsweise Erinnerung bei:
ÜBER 1.000.000 LITERN WASSER. 💧💧💧
Das bedeutet:
Mehr als eine Million Liter Löschwasser wurden mit diesem Tankzug bewegt.
Eine Million Liter, die nicht von alleine in das Einsatzgebiet gelangen.
Hinter jeder Ladung stehen Befüllung, Fahrt, Entladung und Rückfahrt.
Und anschließend beginnt alles wieder von vorne.
DURCH DIE NACHT – ZWEI MANN, EIN TANKZUG
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Nachtstunden.
Wir fuhren den Tank-Sattelzug mit:
2-MANN-BESATZUNG.
Der Einsatz lief weiter.
Auch nachts.
Nach meiner Erinnerung ging es für uns ohne Schlaf durch die Nachtzeiten.
Natürlich ist ein solcher Ausnahmezustand nicht mit einem gewöhnlichen Arbeitstag vergleichbar.
Man funktioniert.
Man konzentriert sich auf die nächste Aufgabe.
Und man weiß bei jeder einzelnen Fahrt, warum man unterwegs ist.
Denn am anderen Ende der Transportkette kämpfen Einsatzkräfte gegen einen realen Waldbrand.
Da bekommt eine Tankfüllung Wasser plötzlich eine vollkommen andere Bedeutung.
UND PLÖTZLICH IM DEUTSCHEN FERNSEHEN 📺
Eine weitere Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Einsatz:
MARCUS WENZEL IM WDR.
Während des Einsatzes war auch der Westdeutsche Rundfunk vor Ort.
Und so war ich mit dem Einsatz beziehungsweise dem Tankzug schließlich sogar im deutschen Fernsehen bei:
WDR AKTUELL. 📺🔥
Damit wurde ein Teil dieses außergewöhnlichen Einsatzes auch medial festgehalten.
Während wir selbst mitten im Geschehen vor allem mit Einsatzplanung, Tankzug, Wasseraufnahme und Transport beschäftigt waren, berichteten die Medien über die Lage im Hohen Venn.
Und plötzlich sieht man sich selbst beziehungsweise den eigenen Einsatz im Fernsehen.
Schon ein besonderer Moment.
Vor allem deshalb, weil hinter diesen Fernsehbildern für uns keine Inszenierung stand.
Wir waren dort, weil:
WASSER GEBRAUCHT WURDE.
WENN AUS TRANSPORT EINSATZHILFE WIRD
Normalerweise bedeutet Transport:
Ware aufnehmen.
Ware fahren.
Ware abliefern.
Bei diesem Einsatz war alles anders.
Der Tank-Sattelzug wurde zu einem Bestandteil der Wasserversorgung im Waldbrandeinsatz.
Aus gewöhnlicher Transportlogistik wurde:
EINSATZLOGISTIK. 🚛🔥
Und genau hier zeigt sich, welchen Unterschied schwere Nutzfahrzeuge machen können.
25.000 Liter mit einer Fahrt zu bewegen, ist eine Sache.
Diese Kapazität jedoch immer wieder einzusetzen, lässt eine vollkommen andere Größenordnung entstehen.
25.000 Liter.
Noch einmal 25.000 Liter.
Und wieder.
Und wieder.
Bis schließlich die Millionengrenze überschritten ist.
RESPEKT AN FEUERWEHR UND ALLE EINSATZKRÄFTE 🚒
Bei aller persönlichen Erinnerung ist mir ein Punkt besonders wichtig:
Ein Waldbrand dieser Größenordnung wird nicht von einem einzelnen Menschen und auch nicht von einem einzelnen Fahrzeug bewältigt.
Das funktioniert nur gemeinsam.
Mein großer Respekt gilt deshalb den Feuerwehrleuten, der Einsatzleitung und allen weiteren Kräften, die vor Ort ihren jeweiligen Teil beigetragen haben.
Menschen mussten löschen.
Koordinieren.
Absichern.
Wasser fördern.
Fahrzeuge bewegen.
Material bereitstellen.
Versorgung organisieren.
Und unzählige Entscheidungen treffen.
Unser Tank-Sattelzug war ein Bestandteil dieser Kette.
Und genau deshalb war auch die Abstimmung am Kommandostand so wichtig.
GEMEINSAM MUSSTE ES FUNKTIONIEREN.
EIN WOCHENENDE, DAS BLEIBT
Ich bin beruflich schwere Fahrzeuge, lange Arbeitstage und anspruchsvolle Transporte gewohnt.
Aber dieser Einsatz bleibt etwas Besonderes.
Tank-Sattelzug organisiert.
25.000 Liter Tankkapazität.
Zwei-Mann-Besatzung.
Einsatzplanung am Kommandostand abgestimmt.
Wasseraufnahme in Eupen.
Fahrt um Fahrt in Richtung Brandgebiet.
Durch die Nachtzeiten.
Bis Montagmorgen gegen 10 Uhr.
Über eine Million Liter Löschwasser transportiert.
Und schließlich sogar:
IM WDR BEI „WDR AKTUELL“. 📺
Das ist keine alltägliche Geschichte.
Und es war definitiv kein alltäglicher Transportauftrag.
Es war einer jener Momente, in denen das, was man beruflich kann und zur Verfügung hat, plötzlich dort gebraucht wird, wo es wirklich zählt.
Also:
Tank füllen.
Einsteigen.
Losfahren.
Wasser bringen.
Zurück.
Und wieder von vorne.
MARCUS WENZEL | AKTIV IM EINSATZ. 🚛🔥💧
Darauf schaue ich heute mit großem Respekt vor allen Beteiligten zurück.
Denn wenn im Hohen Venn der Wald brennt, zählt am Ende nicht, wer die größten Worte macht.
Es zählt, dass Menschen vor Ort sind.
Dass Fahrzeuge rollen.
Dass die Organisation funktioniert.
Und dass das Wasser dort ankommt, wo es gebraucht wird.
ÜBER 1.000.000 LITER.
MARCUS WENZEL
100% SELFMADE MACHER. 👑
MWE SINCE 2009.
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