HOHES VENN | BELGIEN.
Es gibt Momente, die bleiben.
Und es gibt Bilder, die Jahre später noch einmal zeigen, was damals tatsächlich vor Ort los war.
Beim schweren Waldbrand im Hohen Venn war ich, MARCUS WENZEL, persönlich im Einsatz – mitten in einer außergewöhnlichen Lage aus Waldbrand, Sperrzone, Feuerwehr, Polizei und einer gewaltigen logistischen Herausforderung.
Und genau während dieses Einsatzes entstand ein besonderer Moment:
WDR AKTUELL ZEIGT MARCUS WENZEL IM KOMMANDOSTAND HOHES VENN. 📺🔥
In einem Fernsehbeitrag des Westdeutschen Rundfunks war ich während meiner Tätigkeit im Kommandostand zu sehen.
Nicht bei einem Pressetermin.
Nicht für eine inszenierte Aufnahme.
Sondern während eines realen Waldbrandeinsatzes.
Und genau dort wurde zu diesem Zeitpunkt auch mein eigener Beitrag zur Einsatzlogistik organisiert.
MITTEN IM KOMMANDOSTAND
Ein Kommandostand bei einem großen Waldbrandeinsatz ist kein gewöhnlicher Arbeitsplatz.
Hier laufen Informationen zusammen.
Hier werden Abläufe koordiniert.
Hier wird entschieden, organisiert und reagiert.
Und während draußen Einsatzkräfte gegen den Waldbrand kämpften, war ich dort mit den Verantwortlichen vor Ort im Austausch und kümmerte mich um das, was ich zu diesem Einsatz konkret beitragen konnte:
SCHWERE TRANSPORTLOGISTIK.
Eine der entscheidenden Fragen lautete:
Wie bekommen wir große Mengen Wasser dorthin, wo sie gebraucht werden?
Meine Antwort darauf war ziemlich groß.
Sehr groß sogar:
EIN TANK-SATTELZUG MIT 25.000 LITERN KAPAZITÄT. 🚛💧
DEN 25.000-LITER-TANKZUG PERSÖNLICH BESCHAFFT
Genau hier wurde aus Organisation schließlich praktische Hilfe.
Ich habe den benötigten Tank-Sattelzug persönlich organisiert beziehungsweise beschafft, damit große Wassermengen für die Brandbekämpfung transportiert werden konnten.
Kapazität:
RUND 25.000 LITER PRO VOLLER LADUNG.
Das ist für mich ein entscheidender Teil dieser Geschichte.
Denn bei einer solchen Lage reicht es nicht, festzustellen:
„Wir brauchen mehr Wasser.“
Man muss eine Lösung finden.
Ein geeignetes Fahrzeug muss verfügbar sein.
Es muss zum Einsatz kommen.
Die Befüllung muss funktionieren.
Der Transport muss organisiert sein.
Und anschließend muss der Tankzug immer wieder fahren.
Genau daraus entstand unsere Transportkette.
WDR AKTUELL WAR DABEI 📺
Während dieser außergewöhnlichen Lage berichtete auch der WDR aus dem Hohen Venn.
Und dadurch wurde ein kleiner Ausschnitt meines Einsatzes im deutschen Fernsehen sichtbar.
MARCUS WENZEL IM KOMMANDOSTAND.
Für mich ist diese Aufnahme heute besonders interessant.
Denn hinter wenigen Sekunden Fernsehbild steckt eine Geschichte, die wesentlich länger dauerte.
Eine Geschichte von Organisation.
Von einem schweren Tank-Sattelzug.
Von zwei Mann Besatzung.
Von Nachtfahrten.
Von Wasser.
Und von einer gefährlichen Brandzone.
Das Fernsehbild hält lediglich einen Moment davon fest.
HINTER DEM FERNSEHBILD BEGINNT DIE EIGENTLICHE GESCHICHTE
Nachdem der Tank-Sattelzug organisiert war, musste er natürlich auch eingesetzt werden.
Am Kabelwerk in Eupen wurde unser großer Tank nach meiner Erinnerung durch örtliche Feuerwehrkräfte immer wieder mit Wasser befüllt, das aus dem Fluss gefördert wurde.
Dann:
25.000 LITER AN BORD.
Und los.
Richtung Einsatzgebiet.
Wasser abgeben.
Zurück.
Neu befüllen.
Wieder fahren.
Immer wieder.
Aus einer einzelnen Tankfüllung wurden viele.
Aus 25.000 Litern wurden Hunderttausende Liter.
Und am Ende stand nach meiner Einsatzbilanz:
ÜBER 1.000.000 LITER LÖSCHWASSER. 💧💧💧
VOM KOMMANDOSTAND IN DIE SPERRZONE
Dabei darf man eines nicht vergessen:
Das war keine normale Transportstrecke.
Der Waldbrand hatte einen gefährlichen Einsatzbereich geschaffen.
Nach meiner Erinnerung waren Bereiche rund um die Brandzone damals streng abgesperrt und kontrolliert.
Die belgische Polizei war vor Ort.
Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte arbeiteten unter außergewöhnlichen Bedingungen.
Wer dort mit einem schweren Tank-Sattelzug unterwegs war, befand sich nicht auf irgendeiner gewöhnlichen Liefertour.
DAS WAR EIN WALDBRANDEINSATZ.
Und entsprechend wichtig war zuvor die Abstimmung am Kommandostand.
Denn ein 40-Tonnen-Gespann beziehungsweise schwerer Sattelzug mit rund 25.000 Litern Wasser bewegt sich nicht spontan durch eine solche Einsatzlage.
Die Logistik muss funktionieren.
2 MANN – 25.000 LITER – DURCH DIE NACHT
Der Tankzug wurde von uns mit Zwei-Mann-Besatzung gefahren.
Und der Einsatz endete nicht, als es dunkel wurde.
Ganz im Gegenteil.
Auch durch die Nachtzeiten liefen die Transporte nach meiner Erinnerung ohne Schlaf weiter.
Denn der Waldbrand interessierte sich nicht dafür, ob gerade Tag oder Nacht war.
Wasser wurde gebraucht.
Also wurde Wasser gefahren.
TANKEN. FAHREN. ENTLADEN. ZURÜCK.
Wieder befüllen.
Wieder los.
Bis schließlich Montagmorgen gegen 10 Uhr.
Was im WDR-Beitrag vielleicht nur für wenige Augenblicke sichtbar war, bedeutete für uns in der Realität viele Stunden Einsatz.
ÜBER EINE MILLION LITER – AUS EINER IDEE WIRD EINE GEWALTIGE MENGE
Das ist für mich rückblickend einer der bemerkenswertesten Aspekte.
Am Anfang steht die Frage:
WO BEKOMMEN WIR EINEN GROSSEN TANKZUG HER?
Dann wird organisiert.
Ein Fahrzeug steht bereit.
25.000 Liter können transportiert werden.
Und wenn dieses Fahrzeug anschließend immer und immer wieder fährt, entsteht daraus eine Dimension, die man am Anfang kaum wahrnimmt.
Rechnerisch braucht es bereits 40 vollständige Ladungen à 25.000 Liter, um eine Million Liter zu erreichen.
Unsere Gesamtmenge lag nach meiner Bilanz darüber.
MEHR ALS EINE MILLION LITER WASSER.
Transportiert mit einem Tank-Sattelzug, dessen Einsatz ich persönlich organisiert hatte.
Das macht mich bis heute stolz auf unseren konkreten Beitrag zu diesem außergewöhnlichen Einsatz.
RESPEKT VOR DEN MENSCHEN AN DER FRONT DES WALDBRANDES 🚒
Trotzdem ist mir eines besonders wichtig:
Die Bekämpfung eines solchen Waldbrandes ist niemals die Leistung eines einzelnen Menschen.
Feuerwehrleute und zahlreiche weitere Einsatzkräfte waren unmittelbar mit der Gefahrenlage konfrontiert.
Sie löschten.
Sicherten.
Koordinierten.
Förderten Wasser.
Kontrollierten Zufahrten.
Organisierten Material.
Und hielten einen komplexen Einsatz am Laufen.
Mein Beitrag war die Organisation und Durchführung eines Teils der notwendigen Transport- und Wasserlogistik.
Und genau deshalb war die Zusammenarbeit am Kommandostand so entscheidend.
VIELE EINZELNE LEISTUNGEN ERGEBEN EINEN EINSATZ.
WDR AKTUELL – EIN FERNSEHMOMENT, DER BLEIBT
Dass ausgerechnet dieser Moment im WDR bei „WDR aktuell“ festgehalten wurde, macht die Erinnerung für mich besonders.
Heute kann ich auf diese Bilder zurückblicken und weiß genau:
Während dort die Kamera lief, war das kein Showtermin.
Es war Einsatz.
Es war Organisation.
Es war Waldbrand.
Und kurz darauf rollte ein von mir organisierter:
25.000-LITER-TANK-SATTELZUG
für die Wasserversorgung.
Viele Fahrten später waren daraus:
ÜBER 1.000.000 LITER LÖSCHWASSER GEWORDEN. 🚛💧🔥
Das ist die Geschichte hinter wenigen Sekunden Fernsehen.
MARCUS WENZEL | WDR AKTUELL | HOHES VENN 📺
Vom Kommandostand zur Transportlogistik.
Von der Organisation des Tankzuges bis zu den Fahrten durch die Nacht.
Vom einzelnen 25.000-Liter-Tank bis zur Millionengrenze.
Der Waldbrand im Hohen Venn bleibt für mich deshalb einer der außergewöhnlichsten Einsätze überhaupt.
Und der Beitrag von WDR aktuell hat einen kleinen Teil davon im deutschen Fernsehen festgehalten.
NICHT NUR DABEI.
AKTIV IM EINSATZ. 🚛🔥💧
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